Das erste Ei bei den Fasanen

Am 20. April konnte ich nun das erste Ei von meinen autochtonen Wildfasanen sammeln, die ich letztes Jahr aus einem ausgemähten Gelege ziehen konnte.

Die Eier werde ich absammeln und immer in 15er Gelegen meinen Buschhühnern zur völlig freien Aufzucht unterschieben.

Hier sollen die Küken komplett im Freien aufgezogen werden und so langsam verwildern.

Ebenfalls hat ein weiteres Rebhuhnpaar das Legen begonnen.

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Zusatzfutter für die Rebhühner

Da ich die Rebhühner so gut wie möglich ernähren will, füttere ich natürlich viel Grünzeug, da Rebhühner zu 80% nur Grünfutter fressen.

Jedoch benötigen die Rebhühner wesentlich mehr als das. Zum Beispiel sind auch Aminosäuren essentiell.

Um den Bedarf so gut wie möglich abzudecken habe ich mir ein Pelletfutter, in diesem Fall Versele Laga Show 4 als Zusatzfutter zugelegt.

Deuka Ziergeflügelfutter schmierte mir zu viel und wurde zu krümelig. Ich füttere jedoch nur minimal Pellets zu.

 

Erstes Rebhuhnei bei dem Paar in der ‚Naturvoliere‘

Am 08.April wurde das erste Rebhuhnei in der Naturvoliere im Hudersand gefunden. Das Paar welches in dieser Voliere untergekommen ist stammt aus Bruteiern aus dem Ammerland.

Der Ursprung der Elterntiere ist ungewiss jedoch lässt sich aufgrund der Hufeisenfarbe ein osteuropäischer Ursprung ausschließen. Der Unterschied zu den osteuropäischen Rebhuhnern ist die Färbung, welche bei westeuropäischen nußbraun und bei osteuropäischen dunkelbraun bis schwarz ist.

Ich kann jedoch einen Unterschied dieses Eis zu dem der selbstgezogenen ‚Westfalenhenne‘, deren Elterntiere Wildnachzuchten sind, feststellen.

Auf dem Bild ist das Ammerländer-Ei das unterste, die restlichen die der Westfalenhenne.

Das Ei ist wesentlich heller. Hier muss also eine andere Genetik vorliegen.

Ich bin gespannt ob die Henne nach diesem Ei ein Nest anlegt. Das erste Ei scheint immer offen gelegt zu werden. Ich denke so prüfen sie die Sicherheit des Nistplatzes.

Laut dem Irish Grey Partridge Coservation Trust ist dieses Verhalten natürlich.

 

 

 

 

Vorbereitung auf Jungfuchs und Bockjagd

In den letzten Tagen hatte ich etwas mehr Zeit um auch meiner Wiederladetätigkeit nachzugehen.

Ich lade aus Spaß und Laune die Kaliber 16/70 und 6,5×57 R wieder.

Ich möchte für meine Jagdladung ein Partizan 140 grain Teilmantelgeschoss für Raub- und Schalenwild sowie ein Partizan 140 grain Vollmantelgeschoss für Gänse verwenden. Das ganze ist aber noch in der Probe und ich experimentiere noch mit der optimalen Ladung.

Als Pulver für die Büchse ist N140 von Vihtavuori im Einsatz. Bis jetzt habe ich da noch keine Praxisergebnisse da ich nur auf Pappe getestet habe wie die Präzision einzelner Laborierungen ist.

Die gesamte letzte Saison konnte ich jedoch mit selbstgeladenen 16/70 Patronen abschließen. Dabei war ich mit Lovex S035 sehr zufrieden. Verwendet habe ich Paphülsen mit Recyclingschrot, Papscheiben, Kleber und Sägespänen als Zwischenmittel. Es ist wirklich einfacher gewesen als ich es mir vorgestellt habe. Geladen werden die Schrotpatronen mit Stock und Trichter sowie altem geerbeten Schrotladewerkzeug. Alles aber so sinpel das man es ohne Mühe nachbauen könnte.

Ich habe mir für die nächsten Versuche Messingschrothülsen bestellt die einen LP Zünder verwenden und freue mich somit schon auf meine Spezial-Jungfuchsladung, da die Messinghülen mehr Platz für Schrote bereitstellen.

Auch werde ich an meiner 6,5×57 R Teilmantelladung für die Bockjagd feilen.

Die neue Jagdsaison kann also beginnen.

Fasane in die Freiheit!

Im Laufe des letzten Jahres habe ich mich zunehmend damit  beschäftigt meinen Bestand an deutschen Buschhühnern zu erhöhen um die ausgemähten Fasanengelege zu retten und so unserer Zielwildart etwas unter die Arme zu greifen und gleichzeitig schwach besetzte Revierteile etwas aufzupäppeln.

Unsere Fasanenjagd lässt sich zwar noch als voll vertretbar charakterisieren und es können auch pro Jahr noch 30 bis 50 Hähne geerntet werden aber die „Alten Zeiten“ mit 150 bunten Hähnen pro Jahr sind wohl vorbei.

Wenn wir Rehkitze retten frage ich mich warum wir nicht auch Fasanenembryonen retten können, diese wären sonst auch auf natürliche Weise geschlüpft. So habe ich mich letztes Jahr dafür eingesetzt an ausgemähte Gelege in unserem Revier zu kommen und hatte auch wirklich glück so, dass ich ein ausgemähtes Nachgelege retten konnte und durch meine Buchhenne erbrüten lassen konnte. Die Aufzucht erfolgte mit Ameisennestern und abgesicherten Insekten. Im Allgemeinen wurden die Fasanen sehr naturnah aufgezogen.

Nun habe ich die Fasanen für einen Zuchtstamm zunächst alle behalten um sicherzugehen dass mir nicht hinten rum noch ein Fasan fehlt. Der Zuchtstamm soll ein paar Eier produzieren um den Restbestand westlichen isolierten Revierteil zu stützen.

Die übrigen Hennen würden nun ausgewildert um schon einmal wieder einen Grundbestand zu bilden. Da sie direkt von Wildfasanen stammen sollten sie auch im Verhalten nicht die Verhaltensstörungen von Kistlfasanen aufweisen.

Prinzipiell bin ich gegen das Auswildern zum Jagdzweck, in diesem Fall geht es mehr darum den Bestand zu stützen. Ich im Endeffekt darauf hinauskommen, nur Hennen auszuwildern, so kann man an der Anzahl der Hähne seine getane Hege und Arbeit ablesen, da diese nur Naturbrut sein können.

Ich bin sehr gespannt ob die Hennen in diesem Gebiet in dem momentan nur zwei wilde Hennen bestätigt sind brüten und ob sie erfolgreich Küken ziehen.

Es bleibt spannend.

Nach zwei Tagen wurden die Hennen alle zusammen mit einem wilden Hahn gesehen.

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Wildfasanenküken mit Buschhenne

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Buschhenne auf ausgemähtem Gelege

Ein harter Verlust

Am 03.04.2018 erlitt das Projekt einen neuen Schlag ins Gesicht.

Aus den fünf zusammengestellten Paaren wurden zwei Hühner aus unterschiedlichen Paaren krank. Zunächst hatte ich vieles im Verdacht doch die Krankheit stellte sich wohl als ein Lungenwurmbefall herraus.

Ein Hahn zeigte am Vorabend obwohl er noch zwei Tage vorher total gesund war Symptome von Schnupfen und Röcheln. Es ging mit diesem Hahn dann auch ziemlich schnell und am nächsten Tag war er stark apatisch und später tot zu finden. Die Henne die jetzt schon legte war somit Witwe. Seit einer Woche jedoch zeigte jedoch auch eine Henne eines anderen Paares röcheln. Der Krankheitsverlauf scheint nur nicht so rapide und durch antibiotische Behandelung (die ich im allgemeinen vermeiden will) und die Behandlung mit dem Wurmmittel Levamisol geht es ihr aktuell mäßig. Der Zustand verschlechtert sich auf jeden Fall nicht.

Ich habe den Hahn der kranken Henne zur Witwe gesetzt, da der Hahn sowieso seitdem die Henne krank ist kein Paarverhalten mehr zeigt. Vielleicht kann ich so wenigstens die Eiversorgung erhalten.

Ich habe den überaus kräftigen Hahn dann obduziert (sozusagen) und konnte wirkliche eine kranke Lunge feststellen. Nach meinen Kenntnissen in Wildkrankheiten kann ich das aber nicht so genau bestimmen wie ein Tierartzt.

Nebenbei konnte ich den Magen einmal untersuchen und habe nur Grünzeug im Magen festgestellt.

Ich finde es schade wenn es nun so wieder den Bach runter geht aber man muss immer zuversichtig bleiben.

Rebhühner sind sehr krankheitsanfällig und man muss sich leider auf solche Verluste einstellen.

 

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Hier noch einmal Bilder des Aufbruchs.

Vor allem Magen und Lunge im Fokus.